smilie

Letztes Feedback

Werbung

Gratis bloggen bei
myblog.de

mein sohn

2006

Eine schwere Zeit                                                                                                                          

Mein Name ist Anja, und ich möchte hier meine Geschichte erzählen.

Mein Sorgenkind ist der 25 jährige.  Aber, ich will von vorne anfangen.

In der Grundschule fingen die Probleme mit ihm an. Er war ein kluges Kind und hat den Unterrichtsstoff schnell begriffen. Irgendwann fing er an sich zu langweilen und störte den Unterricht . Leider haben die Lehrer und auch wir nicht gemerkt, das er total unterfordert war. Die Schule wollte ihn dann nicht mehr unterrichten und verwiesen ihn in eine Kinderphsychatrie. Die wollten ihn aber nicht  bei sich aufnehmen weil sie der Meinung waren das er nicht  dahin gehörte. Sie machten dann , als er die 7. Klasse besuchte einen IQ Test , er hat ihn mit 127 bestanden. Wir schalteten dann das Jugendamt ein und haben von denen eine super Unterstützung bekommen. Er mußte dann auf einer anderen Schule aufgenommen werden. Eine Schule für schwer erziehbare Kinder. Für uns war nur wichtig das er nicht in ein Heim kam, denn das hätten gerne einige Leute gesehen. Danke nochmal an das Jugendamt. Ihr  habt uns sehr geholfen.

Er war also fast 14 Jahre als die Geschichte dann richtig losging. Er ging dann nicht  mehr zur Schule, weil er kein Bock mehr hatte Wir auch nicht  mehr. Aber wir mußten ja , ist ja unser Kind.

Dann fing er an, sich mit Kumpels zu treffen. Die Treffen fanden dann auch immer öfters bei uns statt. Es ging dann immer sehr laut her. Wir bekamen keine Ruhe mehr. Nachts wenn er nach Hause kam wurde die Musik laut aufgedreht, so das unser Schlaf vorbei war. Es war ihm egal ob wir schlafen konnten. Seine anderen Brüder kümmerten ihn auch nicht .Der Kleine war ja erst 5 Jahre und der Große mußte morgens zur Schule.

Eines Tages stand dann das Ordungsamt bei uns vor der Tür. Mit einem Durchsuchungsbefehl. Keiner zu Hause, nur  ich. Erst wollte ich die Herrschaften nicht  reinlassen, aber man gab mir zu verstehen, das man mich dann in Handschellen vor meiner Tür stellen würde, bis sie fertig sind. Also ließ ich sie rein. Mein Sohn hatte behauptet, (bei seinen Kumpels) das er Cannabispflanzen in seinem Zimmer züchten würde.  Sie fanden aber nichts . Als er dann Abends nach Hause kam, habe ich ihm gedroht rauszuschmeißen wenn das noch einmal passiert. Es tat ihm leid.

Irgendwann bemerkte ich dann so einen komischen Geruch aus seinem Zimmer. Es stank widerlich. Aber ich wäre immer noch  nicht auf die Idee gekommen, das es Drogen sein könnten. Nein, mein Sohn macht ja so etwas nciht.

Es wurde immer schlimmer mit ihm und man empfahl uns , ihm eine Wohnung zu suchen. Es war schwierig, aber wir fanden tatsächlich was . Er mußte nur wenig Miete zahlen. Natürlich mußten wir eine menge Geld für ihn zahlen , weil er ja noch  keine 18 Jahre war, und wir Unterhaltspflichtig. Es ist uns sehr schwer gefallen, weil ja noch  2 Kinder im Haus wohnten und wir ständig Schadensersatz leisten mußten,für den mist den er verzapft hat.

In seiner neuen Whg ging es dann richtig los und wir bekamen mit, das er Drogen nahm . Das war ein Schock für uns. Wir haben versucht mit ihm zu reden, immer und immer wieder. Aber nein ,wir haben ja keine Ahnung. Er flog dann aus der Wohnung ,weil er sie verkommen ließ und der Vermieter das nicht  länger dulden wollte. Er suchte sich in einer anderen Stadt eine neue . Die alte lösten mein Mann und ich dann auf. Es war schlimm was wir dort alles fanden. Da wußten wir, das er richtg drin war.

In der neuen Stadt kam er dann Anfangs ganz gut zurecht. Wir gaben ihm kein Geld mehr, sondern kauften ihm, für das was ihm zustand, Lebensmittel.

Er wollte sich auch nicht von uns helfen lassen. Eines Tages kam ein Nachbar zu uns , und fragte uns, ob wir unseren Sohn schon mal wieder gesehen hätten, er wäre total Apatisch und ihm würde der Speichel aus dem Mund laufen. Was sollten wir nur tun?? Nichts, er wollte es ja nicht, denn er war ja nun volljährig, und meinte nur, wir sollen ihm sein Leben leben lassen.  Mittlerweile spritzte er sich auch schon. Wir mußten hilflos zusehen.

Doch dann kam der entscheidene Punkt. Er wurde in seiner Whg überfallen und ihm wurde eine Pistole an den Kopf gehalten,weil er angeblich mit Drogen handeln würde, er aber nichts hatte , wurde er durch die ganze Stadt gejagt. Er hat Todesängste ausgestanden.

Nach dieser Sache wurde er wach. Er ging in die Klink zur Entgiftung und anschließend in eine Therapie. Er hat es geschafft und ist jetzt seit 5 Jahren clean.  Diesen Schritt hat er ganz alleine gemacht und ich bin stolz auf ihn.

Leider ist diese ganze Sache nicht spurlos an ihm vorbeigegangen. Er ist jetzt leider tüchtig krank. Aber es geht ihm im moment recht gut.

Er hat letztes Jahr seinen Hauptschulabschluß nachgemacht und mit 1,0 bestanden. Danach kam er ins Gefängnis.  3,5 Jahre hat er bekommen für den ganzen Mist den er damals gemacht hat. Da hat ihn die Vergangenheit noch einmal eingeholt. Er stellte einen Antrag auf Halbstrafe und ist wegen guter Führung nach 2 Jahren vor 3 Wochen wieder frei gekommen. Jetzt macht er seinen Realschulabschluß, und wir sind uns sicher das er auch das noch schafft.

Das ganze war ein langer Leidensweg für uns alle , aber wir haben es geschafft. Wir haben ihn nie im Stich gelassen , und haben geholfen  so gut es in unserer Macht stand.

Ich liebe meine Kinder. Alle drei.

 

Montag, 24.09.2007                         

Stephan geht es schlecht.

Er wird morgens wach und kann sich nicht mehr bewegen. Er klopft gegen die Wand, damit ihn sein Nachbar hört. Der ruft den Krankenwagen und Stephan kommt auf die Intensivstation. Ich bin an dem morgen am arbeiten. Als ich mittags nach Hause komme, teilt mein Mann mir mit das seine Stiefmutter verstorben ist und das Stephan in der Klinik liegt. Er hat selber angerufen und seinem Papa mitgeteilt das er eine Leberzirrose hat und daran sterben wird, man könnte aber nicht genau sagen wann.  Mir hat es den Boden unter den Füßen weggezogen. Ich habe mir die Telefonnummer von dem Marienkrankenhaus rausgesucht und gleich dort angerufen. Ich konnte kurz mit ihm sprechen. Es ging ihm nicht gut. Er erzählte mir, das er linksseitig gelähmt ist und das alles angeschwollen ist. Ich beruhigte ihn ein wenig und versprach den nächsten Tag zu kommen. Um 16:20 Uhr rief ich auf der Arbeit an und erzählte, so gut ich konnte, was passiert ist. Ich bekam frei. Solange, wie ich brauche. Danke !!!!

Dienstag, 25.09.2007

Es ist 8:45 Uhr. Ich rufe in der Klinik an. Der Arzt ist dran und sagt mir, das er erst meinen Sohn fragen muß, ob er mir Auskunft geben darf. mein Sohn sagt ....NEIN....

Ich konnte es nicht glauben und frag ob wir ihn besuchen dürfen. Natürlich dürfen wir. Der Arzt teilte uns noch schnell mit, das Stephan im moment nciht in Lebensgefahr schwebt. 10 Minuten später sitzen wir im Auto. Es liegen fast 2 Std. Autofahrt vor uns. Als wir ankommen sind wir geschockt. Unser Kind sieht schrecklich aus. Seine Hand und der Arm sind so dick, das man meint das platzt gleich.An der Seite sieht man keinen Hals mehr, es geht von der Schulter über zum Kopf. Er weint. Hat schlimme Schmerzen.  Es ist schlimm sein Kind so zu sehn.

 Seine linke Niere versagt, er muß künftig an die Dialyse. Dann erzählt er uns ncoh, das ihn an dem Tag zuvor ein Insekt gestochen hat. Mein Mann ist gleich zum Arzt und hat es ihm berichtet. Der Arzt meinte aber, das kommt nicht davon, das ist eine Muskelentzündung. Wir sind skeptisch. Ob er Recht hat?? Wir denken nicht.

Stephan weint wieder. ,, Mama und Papa, ich komme hier nicht mehr lebend raus !! ,, Ich werde sterben !

Wir müßen schlucken und versuchen, ihn ein wenig aufzubauen. Es gelingt uns nicht besonders gut. Wie denn auch??

Nach einer Std. müßen wir gehen.

Tegel, eine Freundin von ihm, besucht ihn Abends. Ich rufe sie später an. Sie hatte ihn auch tags vorher gesehen und war fertig als sie ihn sah. Sein Arm und die Schulter sind noch dicker geworden.

Wir hoffen auf die Ärzte.

Mittwoch, 26.09.2007

8:35 Uhr  Ich rufe wieder an. Sie geben ihm den Hörer. ,,Hallo mein Schatz, wie geht es dir?  ,,Mama, mir geht es schlecht, es ist alles noch dicker als gestern!

Leider weiß ich nicht was ich sagen soll. Ich frage ihn ob er noch mal ein Schmerzmittel bekommen hat. Ja hat er. ,, Mama, ich bin müde!

 Ich glaube und hoffe das sie ihm nun was zum schlafen geben, damit er keine Schmerzen hat.

23:00 Uhr  Seine Freundin hat gerade angerufen. Unverändert. Immer noch alles geschwollen. Er spuckt immer noch.  Gott sei dank bekommt er jetzt was gegen die Schmerzen. Er schläft jetzt viel. Wenn doch nur ein kleiner Lichtblick wäre.

Ich geh ins Bett. Habe eine von den Beruhigungspillen genommen. Aber sie wirkt irgendwie nciht. Liege lange wach und meine Gedanken sind bei ihm. Um ca. 00:45 Uhr schlägt mein Herz so schlimm,weil ich Angst habe. Ich denke ich sitze bei ihm am Bett und bete. Immer wieder bete ich das Vater Unser. Meine Hände sind gefaltet, und ich muß weinen. Gegen 3:00 Uhr werde ich ruhiger und schlafe ein.

Donnerstag, 27.09.2007

9:00 Uhr  Ich rufe in der Klinik an. Stephan bekommt den Hörer. Ich merke sofort das es ihm besser geht. Er spuckt nicht mehr.  Vormittags fahren wir dann zu ihm. Andy fährt mit. Er freut sich seinen Bruder zu sehen. Die beiden hängen sehr aneinander.Als ich Stephan sah, erschrak ich. Er ist total aufgedunsen. Ich hoffe es kommt von den Medis. Alles ist noch dick, aber er meint das es schon weniger wird. Er macht schon wieder Scherze. Das ist ein gutes Zeichen. Als ich ihm erzähle wie meine Nacht war, sagt er mir das es ihm tatsächlich nicht gut ging. ,, Mama, ich habe gebetet !  ,, Ja Stephan ich weiß, ich war ja bei dir!  Er hat zum Frühstück einen Zwieback bekommen, der ihm gut geschmeckt hat und der auch nciht wieder ausgespuckt wurde. Ich freu mich riesig.

Mama,,, Anna war gestern da, sie lag auf meinem Bett und hat so geweint und Angst um mich. Dann haben wir beide geweint. Ich freu mich wenn sie wiederkommt.

Nach gut einer Std. sind wir dann wieder gefahren. Ich merke dann das es ihm zuviel wird und er schlafen muß.

Wir sind mit einem guten Gewissen nach Hause gefahren. Ein wenig Sorgen mache ich mir darüber, das er so dick geworden ist, und das in 2 Tagen

Freitag, 28.09.2007

Ich rufe wieder bei ihm an. Alles soweit in ordnung. Er macht mir zum Vorwurf das ich unserem anderen Sohn erzählt habe das es ihm  besser geht. ,, Mama, wie kannst du nur sagen das es mir besser geht ? es geht mir schlecht und ich habe Schmerzen ! Stephan : ,, Es geht dir doch besser,,, du hast deine eigenen Sachen an, du spuckst nicht mehr, du kannst essen was du willst, du hast keinen Katheder mehr, du kannst dich bewegen und dich auf die bettkante setzen, und die Beine baumeln lassen und du machst schon wieder Scherze, und dann willst du mir sagen das es dir nciht besser geht ?? von den Schmerzen mal abgesehn. Aber ich weiß das er nichts dafür kann, er hat Schmerzen. Ist ja für alle nciht leicht, für ihn erst recht nciht.

Ich nehme mir diese Worte sehr zu Herzen, denn wir tun alles für ihn was in unserer Macht steht, und er mault mich an,,,,, ich führe das mal auf die Medikamente zurück. Ich sage ihm dann, das ich ihn lieb habe, und lege auf.

Samstag, 29.09.2007

Es ist morgens 7:00 Uhr. Mein Handy klingelt. Eine SmS kommt rein.

Mama, alles ist wieder angeschwollen. Hol mich bitte hier weg, in ein anderes KH, bitte, ich habe Angst.

Ich schreibe ihm zurück und beruhige  ihn. Gegen 10:00 Uhr rufe ich ihn an. Er erzählt mir, das die Ärzte nicht  mehr wissen was los ist. Das, was sie vor sich haben , haben sie noch nicht  gesehen und gehabt. Sie sind ratlos. Er bekommt jetzt Dibidolor (?). An seiner Kanüle ist jetzt eine extra angebracht worden, er muß nur auf den Knopf drücken und kann sich sein Schmerzmittel selber dosieren. Sein Bauch ist aufgebläht.

17:15 Uhr

Es kommt wieder eine SmS.

 Hallo Mama. Falls ich Dich die letzten Tage unbewußt angemacht habe, dann tut es mir leid. Ich habe das nicht registriert. Tut mir leid Mama, wirklich. Verzeih mir !!!!!!

Natürlich verzeih ich dir.

HAB DICH LIEB !!!! VERMISSE DICH!!!

Sonntag, 30.09.2007

Es kommt um 8:15 Uhr eine SMS..........Mama, wenn der Papa nachher kommt dann lass ich mich auf eigene Verantwortung entlassen....... Nein Stephan , das geht nciht. Wenn dir was passiert...... nur wenn die Ärzte dich verlegen..... sonst nciht.........er beruhigt sich wieder und möchte das sein Papa ihm einen Milchshake von Mc Donalds mitbringt, und nen Cheeseburger. Natürlich bringt er ihm das mit. Er ißt ihn mit Genuß.. Mein Mann und der große Bruder ( Matthias ) machen ein paar Fotos von ihm. Er ist auf den Beinen. Ich freue mich über diese Bilder.

Die Schwellung geht aber nicht zurück

Montag, 01.10.2007


War ein schlimmer Tag. Waren auf der Beerdigung von Schwiegermutter.

Dienstag, 02.10.2007


Heute waren wir wieder bei Stephan. Seine Schulter ist nciht mehr geschwollen. Sein Arm widerum ist so dick das man meint er platzt gleich. Er war sehr ungnädig. Hatte Schmerzen und war nur am jammern, er wollte ständig was gegen die Schmerzen. Rief ständig nach der Schwester. Aua,aua aua. Sie konnte ihm aber nix geben, weil er erst eine Stunde vorher was bekommen hatte. Er ist sehr ungeduldig. Letzendlich gab sie ihm dann was. Danach alberte er nur rum.

Als die Schwester einmal reinkam, fragten wir sie ob er erst entlassen wird, wenn er wieder von den Drogen runter ist. Sie meinte das er das selber machen müßte und sich am besten fremde Hilfe holen sollte. Ich so,,,,, hä wie?????? sie machen hier mein Kind wieder Drogensüchtig und dann kann er zusehn wie er damit klarkommt??? das geht doch gar nciht ,,,, oder???

Ich habe einfach keine Ahnung. Ich fragte ihn dann nochhmal was er denn bekommt. Er meinte nur zu mir.....Mama , das willst du nciht wissen.......

Ich habe ihm dann klar gemacht das er nur zu uns kommen kann wenn er nciht auf  Drogen ist,weil,,, nochmal mache ich das nciht mit. GEHT NICHT!!!!!

Er bekommt Opiate..............

Da er mir mit seinen Albernheiten auf die Nerven ging, sind wir dann gegangen. Habe es nciht länger ausgehalten.

Wir werden die nächsten Tage nciht zu ihm fahren. Unsere Nerven liegen blank, und ich muß GOTT SEI DANK ab Donnerstag wieder arbeiten.

Er ist ja nun außer Lebensgefahr und dort gut aufgehoben.

Und wir müßen Abstand gewinnen. Mag einer verstehen oder auch nciht......... das kann ich dann nciht ändern.

Mittwoch, 03.10.2007


Hatte gegen Mittag einen kleinen Nervenzusammenbruch. Mein Mann hat mcih aufgefangen. Ich wollte mit ihm nur noch weit weg fahren und nciht zurück kommen.

Um 15:30 Uhr habe ich bei Stephan angerufen. Er teilte mir mit, das sie jetzt anfangen die Drogen wieder abzusetzen. Hoffentlich bekommen sie das auch hin.

Mein Handy ist auf  leise gestellt.

Irgendwann gegen 20:00 Uhr ging das Telefon. ....... Mama ich komme sofort zu euch, ich muß hier raus. Die haben mir in den Hals geschnitten  und mir einen Katheder gesetzt ohne meine Einwilligung. Das hat so wehgetan das sie mir eine Narkose gegeben haben. Alles gegen meinen Willen. Ich kann nicht mehr. Bitte Mama, hilf mir.

Ich weine, und sage ihm das er durchhalten muß. .....Bitte Stephan, tu es für mich. Ich kann dich nicht aufnehmen solange du nicht gesund bist, ich schaffe das nicht noch einmal. Wenn du kommst, dann muß ich leider gehen. Er beschimpft mich. Das tut mir weh. ich sage ihm....... Stephan ich liebe dich und will dich nciht verlieren. Ich habe es einmal für dich geschafft, und durchgehalten, jetzt mußt du es für mich tun und es schaffen. BITTE TU ES FÜR MICH...... Er sagt auf einmal..... ja Mama, ich schaffe es .

Später rufe ich nochmal auf der Station an und erkundige mich wie es ihm geht und was er macht. Sie gibt ihm das Telefon. Er ist ganz ruhig und erzählt mir, das er jegliche Art von Schmerzmittel ablehnt damit er von den Sachen wieder runterkommt. Ich freue mich darüber. Scheiß Drogen.

Donnerstag, 04.10.2007

Heute bin ich das erstemal wieder arbeiten. Es hat mir gut getan. Am Nachmittag rufe ich in der klinik an. Er ist auf  Normalstation verlegt worden. Als ich mit ihm spreche, merke ich das es ihm etwas besser geht. Er hat schlimme Schmerzen und sein Arm ist immer noch dick. Die Schwellung will einfach nciht zurückgehen. Er will immer noch keine Schmerzmittel. Ich hoffe er hält durch.

Leider hat ihn sein Arbeitgeber gekündigt, weil er in der Probezeit krank geworden ist. Schade!!!!

Sonntag 07.10.2007

Sind heut wieder bei ihm gewesen. Es geht ihm besser. Sein Arm wird langsam dünner, nur die Schmerzen bleiben immer noch. Er bekommt jetzt Massagen, und morgen wollen sie mit Lymphdrainage anfangen. Das hört sich alles gut an. Medikamente bekommt er nur noch wenige. Schmerzmittel in Form von Novalgin. Ich denke das ist ok. Wir waren ein wenig an der frischen Luft. War richtig schön mit ihm. Ach ja, und Karten haben wir gespielt. Wer immer gewonnen hat, muß ich ja hier nicht aufschreiben. Lach.

So langsam geht es uns auch besser. Wir sind schon etwas ruhiger geworden.

Er teilte uns heute mit das die Ärzte ihm gesagt haben, das er nur noch zu 35 % am Leben war. Erschreckend.

HAB DICH LIEB

Donnerstag 11.10.2007

Heute ist er entlassen worden. Morgen holen wir ihn zu uns. Mal schauen ob wir ihn wieder auf die Beine kriegen.

Bin froh das wir das wieder einmal geschafft haben.

Ich möchte mich bei all denen bedanken die uns in den letzten 2 Wochen so lieb unterstützt, und geholfen haben.

An meine Schwägerin Karin, meine Freundin Hanne, unsere tollen Nachbarn  und an das Forum von Bigmama einen besonderen Dank.

Sonntag, 11.11.07

An diesem Wochenende ist er wieder bei uns. Es geht ihm super. Alles ist wieder in Ordnung. Sein Arm ist fast wieder völlig hergestellt.

Morgen geht er hier zum Amt. Er sucht in unserer Nähe eine Wohnung. Ich hoffe er hat Glück. Ein Job wäre dann auch nicht schlecht. Aber eines nach dem anderen. Das kriegen wir auch noch hin.

August, 2008

Im August hat er den Schweißerschein gemacht und auch einen Job bekommen. Hoffentlich bekommt er nach der Probezeit einen Festvertrag.

 

 

07.01.2011

So, jetzt ist es wieder soweit. Vor ein paar Wochen hatte er seine letzte Verhandlung.Leider ist es nciht gut ausgegangen. Er wurde wieder zu 3 Jahren und 10 Monate verurteilt. Seine Altlasten haben ihn wieder eingeholt. Leider hat er auch gegen die Bewährungsauflage verstoßen. Er hatte sich im letzten Jahr vor einer Disco geprügelt.

Wir hatten noch schöne Weihnachten mit ihm. Aber jetzt muß er die Zeit antreten.

Heute haben sein Vater und sein Bruder ihn in den Knast gefahren. Es war schlimm. . . jetzt hoffen wir , das er sich bald melden kann. Dann werde ich hier weiter berichten. Ich vermisse ihn.



06.09.2011

Waren schon ein paar mal bei ihm. Seine Freundin holen wir vorher ab, und dann geht es los. Das erstemal war schlimm für mich. Allein das einschließen ist schlimm. Man darf  im Knast wirklich nichts mit reinnehmen. Alles wird  streng kontrolliert und mit dem Detector abgecheckt. Dann werden die Türen hinter einem wieder verschlossen. Oh man, ein scheiß Gefühl.

Dann kommt er zuTür rein und ich muß erstmal eine Runde heulen.

Er hat zugenommen. Hihi, ein kleiner Specki ist er geworden .Das erste Treffen war aufregend. Alle waren nervös. Wir hatten 2 std zeit mit ihm.

Mittlerweile waren wir schon ein paar mal bei ihm. Er hat sich tüchtig verändert. Ist reifer geworden. Wurde ja auch zeit.





Ich bin froh, das ich hier alles aufschreiben konnte. Leider mußte ich aus gesundheitlichen Gründen meinen Job bei der Firma M********  aufgeben. Das ist mir sehr schwer gefallen. Aber ich mußte vernünftig sein und an mich denken. Jetzt bin ich es, die ein wenig Hilfe benötigt .Die letzen Jahre haben mir sehr zugesetzt und ich habe mich in Psychologischer Behandlung begeben.

14.6.13 21:11

bisher 1 Kommentar(e)     TrackBack-URL


Elisa Stein (23.6.13 22:10)
Hallo Anja, Das muss ja schlimm für Dich gewesen sein. Habe auch einen Sohn und mir vorgestellt, er wäre es gewesen. Ob ich die Stärke gehabt hätte? Ich weiß es nicht. Dann ist Dein Sohn noch im Vollzug, wie ich es verstanden habe? Diese schwere Zeit wirst Du auch noch durchstehen. Auf jeden Fall drücke ich Dir und Deinem Sohn alle Daumen, dass es danach nur noch bergauf mit ihm geht. Kann jetzt verstehen, dass Du einige Zeit auf FB nicht vertreten warst. Habe volles Verständnis dafür. Dass Du Dich in psychologische Behandlung begeben hast zeugt nur von Deiner Stärke. Ich wünsche Dir und Deinem Sohn einen tollen, erfolgreichen Neuanfang. Liebe Grüsse von Elisa!!!

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen